Gut und teuer ausgebildete Junglehrer arbeitslos ...
13.Juli 2011 - 17:43:25 Uhr
PRESSEMITTEILUNG
München, 13. Juli 2011
Gut und teuer ausgebildete Junglehrer arbeitslos -- und in den Schulen Lehrermangel
„Nachdem im letzten Jahr über 1500 Grundschullehrkräfte keine feste Anstellung
erhalten haben, das waren etwa 72 % der Bewerber, droht in diesem Jahr ein
weiteres Fiasko, wenn die Staatsregierung nicht massiv gegensteuert“, befürchtet
die Landesvorsitzende der KEG in Bayern Ursula Lay, Traunstein. Dabei kämen auf
Bayerns Grund-, Haupt- und Mittelschulen große Herausforderungen zu wie der
weitere Ausbau der Ganztagesbetreuung, die flexible Grundschule, die Inklusion mit
Tandemlösungen in den Klassen, die verstärkte Zusammenarbeit mit Wirtschaft und
Arbeitsagentur, um nur einige zu nennen. Schon jetzt reiche die Versorgung für die
propagierte Individualisierung und Differenzierung, für Krankheitsvertretungen und
andere wichtige Maßnahmen nicht aus. „Wenn man dann noch berücksichtigt, dass
laut Bildungsbericht über 21300 von insgesamt 45000 Lehrkräften im Jahr 2010 äl-
ter als 50 Jahre waren, immerhin 47,2 % mit steigender Tendenz, dann wird durch
die Einstellungspraxis der Lehrkräftemangel von morgen geradezu programmiert;
schlechte Anstellungsmöglichkeiten schrecken nämlich von der Aufnahme eines
Lehramtsstudiums ab, während gleichzeitig die Zahl der Ruhestandsversetzungen
zunimmt“, so Lay weiter. Die jetzt nicht übernommenen Bewerberinnen und
Bewerber müssen sich anders orientieren und seien dann nicht mehr zu bekommen.
" Die KEG fordert daher die Staatsregierung auf, die Zahl der Neueinstellungen auch
im Volksschulbereich deutlich zu erhöhen, um für die anstehenden Aufgaben
gerüstet zu sein“, betonte die KEG-Landesvorsitzende.
V.i.s.d.P : Jürgen Pache
