Betreuungsgeld setzt falsches Signal
09.November 2011 - 15:10:34 Uhr
Betreuungsgeld setzt falsches Signal
Deutschland soll familienfreundlicher werden. Dafür ist die Bundesregierung bereit, große Investitionen zu tätigen. Vor allem mit dem Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz zum 01.08.2013 ab dem ersten Lebensjahr setzt sie die richtigen Zeichen. „Die KEG begrüßt diesen Weg außerordentlich, auch wenn die Umsetzung eine große Herausforderung für alle Beteiligten darstellt“, lobt Ursula Lay, die Vorsitzende der KEG in Bayern. Die Eltern schätzen die professionelle Arbeit der Kindertagesstätten als Ergänzung zur Familie. Auch die Familiensituation kann durch ein ausreichendes Angebot an Betreuungsplätzen deutlich entspannt werden. „Es wäre jedoch ein völlig falsches politisches Zeichen, den Rechtsanspruch ab 2013 nach hinten zu verschieben. Die Familien brauchen dieses Angebot – und zwar so bald wie möglich“, unterstreicht Lay.
Mit dem Ausbau rückt die Bundesregierung die professionelle Arbeit der Krippen in den Fokus der Familienpolitik. Die Fachkräfte vor Ort leisten eine qualitativ hochwertige Arbeit und sind für Eltern wichtige Ansprechpartner. Mit der Einführung des Betreuungsgeldes widerspricht die Bundesregierung dem eingeschlagenen familienpolitischen Weg. „Dies ist ein völlig falsches Signal an die Eltern und wird dem Bildungsauftrag der Krippen in keiner Weise gerecht!“, so Margit Knapp, stellvertretende Vorsitzende der KEG in Bayern.
„Kindertagesstätten sind Bildungseinrichtungen und müssen auch als solche gefördert werden“, fordert Knapp weiter. Die Beitragsfreiheit von Kindertagesstätten wäre die sinnvolle Investition in eine zukunftsfähige Familien- und Bildungspolitik. Das Geld käme somit allen Kindern zugute. „Wir befürworten die Beitragsfreiheit des ersten Kita-Jahres, denn das Wunsch- und Wahlrecht der Eltern bleibt damit unangetastet und es stellt einen hohen Anreiz dar, alle Kinder so früh als möglich und nötig in die Bildungseinrichtung Kita zu bringen“, erklärt die stellvertretende Landesvorsitzende Margit Knapp.
„Investitionen in eine familienfreundlichere Gesellschaft sind in jedem Fall zu begrüßen“, betont Lay. „Allerdings muss im Vorfeld sorgfältig abgewogen werden, wie das Geld sinnvoll verteilt wird, sodass die Kinder mit ihren Familien den größtmöglichen Nutzen daraus ziehen können“.
V.i.S.d.P. Marlene Niederschweiberer
München, den 09.11.2011
Deutschland soll familienfreundlicher werden. Dafür ist die Bundesregierung bereit, große Investitionen zu tätigen. Vor allem mit dem Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz zum 01.08.2013 ab dem ersten Lebensjahr setzt sie die richtigen Zeichen. „Die KEG begrüßt diesen Weg außerordentlich, auch wenn die Umsetzung eine große Herausforderung für alle Beteiligten darstellt“, lobt Ursula Lay, die Vorsitzende der KEG in Bayern. Die Eltern schätzen die professionelle Arbeit der Kindertagesstätten als Ergänzung zur Familie. Auch die Familiensituation kann durch ein ausreichendes Angebot an Betreuungsplätzen deutlich entspannt werden. „Es wäre jedoch ein völlig falsches politisches Zeichen, den Rechtsanspruch ab 2013 nach hinten zu verschieben. Die Familien brauchen dieses Angebot – und zwar so bald wie möglich“, unterstreicht Lay.
Mit dem Ausbau rückt die Bundesregierung die professionelle Arbeit der Krippen in den Fokus der Familienpolitik. Die Fachkräfte vor Ort leisten eine qualitativ hochwertige Arbeit und sind für Eltern wichtige Ansprechpartner. Mit der Einführung des Betreuungsgeldes widerspricht die Bundesregierung dem eingeschlagenen familienpolitischen Weg. „Dies ist ein völlig falsches Signal an die Eltern und wird dem Bildungsauftrag der Krippen in keiner Weise gerecht!“, so Margit Knapp, stellvertretende Vorsitzende der KEG in Bayern.
„Kindertagesstätten sind Bildungseinrichtungen und müssen auch als solche gefördert werden“, fordert Knapp weiter. Die Beitragsfreiheit von Kindertagesstätten wäre die sinnvolle Investition in eine zukunftsfähige Familien- und Bildungspolitik. Das Geld käme somit allen Kindern zugute. „Wir befürworten die Beitragsfreiheit des ersten Kita-Jahres, denn das Wunsch- und Wahlrecht der Eltern bleibt damit unangetastet und es stellt einen hohen Anreiz dar, alle Kinder so früh als möglich und nötig in die Bildungseinrichtung Kita zu bringen“, erklärt die stellvertretende Landesvorsitzende Margit Knapp.
„Investitionen in eine familienfreundlichere Gesellschaft sind in jedem Fall zu begrüßen“, betont Lay. „Allerdings muss im Vorfeld sorgfältig abgewogen werden, wie das Geld sinnvoll verteilt wird, sodass die Kinder mit ihren Familien den größtmöglichen Nutzen daraus ziehen können“.
V.i.S.d.P. Marlene Niederschweiberer
München, den 09.11.2011
