Neujahrsbegegnung 2012 in München
23.Januar 2012 - 16:11:26 Uhr
In ihrer Begrüßungsansprache dankte Ursula Lay allen Aktiven in der KEG für deren ehrenamtliche Tätigkeit. Sie verwies dabei auch auf die vielfältigen Themen, die zu bearbeiten seien. Angefangen von den Diskussionen um die Schulstruktur über Elternarbeit bis hin zur frühkindlichen Erziehung, zu Besoldungspolitik und Inklusion. Bei all diesen Themen, so betonte die Bezirks- und Landesvorsitzende, müsse immer das Wohl der Kinder im Vordergrund stehen. Daher sei für die KEG in Bezug auf die Debatte um die Ausgestaltung des Schulsystems die jeweilige Struktur zweitrangig. Entscheidend, so Ursula Lay, sei die Qualität des Unterrichts. Zudem dürften die „20 Prozent der problematischen Schüler“ bei den Diskussionen um die Schulstruktur nicht vergessen werden. Gerade sie brauchen Hilfe und Unterstützung. Die KEG setze sich vehement für optimale Lernbedingungen für die Schüler und optimale Lehrbedingungen für die Lehrer ein, so die Schlussworte der Bezirksvorsitzenden.
Als Vertreter von Herrn Oberbürgermeister Christian Ude sprach Stadtrat Christian Müller ein k
Der langjährige Vorsitzende des Bezirkspersonalrates bei der Regierung von Oberbayern Hans-Peter Leitner dankte der KEG in seiner kurzen Abschiedsrede für die langjährige gute Zusammenarbeit, die von gegenseitiger Anerkennung und großem Respekt geprägt gewesen sei. Neben Erinnerungen an persönliche Begegnungen mit Vertretern der KEG in verschiedenen Funktionen blickte der ehemalige Vorsitzende des Bezirkspersonalrats auch auf die Entwicklungen in der Schullandschaft zurück.
So bedauerte er, dass die Grundschule zu einer reinen
So bedauerte er, dass die Grundschule zu einer reinen
Das Festreferat von Pfarrer Schießler hatte das Thema „ Religionsunterricht für heute – weder schnöde Sachkunde noch angsterfüllte Morallehre! Wie wäre es zur Abwechslung mal wieder mit Verkündigung?“ Für den Referenten steht außer Frage, dass es Religionsunterricht geben müsse.
Allerdings dürfe Religionsunterricht nicht
nur in der Schule präsent sein. Religionsunterricht sei keine halbe Sache, denn ein Leben im Glauben ist Verkündigung und damit eben auch Religionsunterricht. Daher stünden wir Erwachsenen in besonderer Verantwortung, da wir, so Pfarrer Schießler, unseren Kindern Lebensvorlagen anbieten müssten, die diese dann annehmen könnten oder eben nicht. Auf keinen Fall aber dürfte man Kinder und Jugendliche mit Gewalt in die eine oder andere Richtung zwingen. Das bedeute aber nicht, die Kinder einfach laufen zu lassen. Diese hätten ein Recht darauf von uns Erwachsenen durch das Leben begleitet zu werden.
„Wir sind unseren Kindern unser Gesicht schuldig!“, schrieb Pfarrer Schießler den aufmerksamen Zuhörern ins Stammbuch. Religion sei aber kein Erziehungsmittel, dafür sei sie zu schade. Glaube könne nicht
befohlen werden, Glaube ist ein Geschenk, so der Referent. „Nehmen wir unseren Kindern nicht die Freiheit zu glauben, indem wir ihnen den Glauben nicht erklären. Wir müssen den Kindern die Chance geben den Glauben als eine Schatztruhe zu erkennen, die einem in allen Lebenslagen zur Verfügung steht.“, legte Pfarrer Schießler eindrucksvoll dar. Diese Erkenntnis sei gegenwärtig jedoch schwer zu vermitteln, da die heutige Zeit nicht mehr religiös geprägt sei. Allerdings verfiel der Referent nicht in ein Lamento über die säkularisierte Welt,
