Lehrerbildungstag der abl am 20.11.10
22.November 2010 - 17:48:29 Uhr
| Pressemitteilung in Auszügen: |
ARBEITSGEMEINSCHAFT BAYERISCHER LEHRERVERBÄNDE
Fachtagung „Professionalität und Qualität“ an der TU MünchenLehrer fordern professionell begleitete Berufseinstiegsphase
Die Einrichtung einer professionell begleiteten Berufseinstiegsphase im Anschluss an das zweijährige Referendariat gehört zu den Forderungen bayerischer Lehrerverbände, um die „Professionalität und Qualität“ der Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern zu stärken. Zu Beginn stellte der amtierende Präsident der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) Max Schmidt selbstbewusst fest: „Unsere Lehrerbildung befindet sich im Bundesvergleich auf hohem Niveau. Bei der Ausbildung seiner Pädagogen muss der Freistaat daher das Rad nicht neu erfinden.“
Dennoch, so sind sich Vertreter von 45.000 bayerischen Pädagogen einig, müsse die Lehrerbildung in Bayern weiterentwickelt werden, um den hohen Qualitätsstandard zu halten. Zur Begründung der Forderung nach einer institutionalisierten Berufseinstiegsphase sagte abl-Präsident Schmidt: „Sie kann Berufsanfängern wertvolle Hilfen bei der Bewältigung von Schwierigkeiten des realen Berufsalltags bieten. Denn zwei Jahre Referendariat sind unverzichtbar, aber nicht genug, um den über die Jahre gestiegenen beruflichen Anforderungen dauerhaft gewachsen zu sein. Dies sollte einhergehen mit einer adäquaten Absenkung der Unterrichtsverpflichtung.“
An den als Referenten geladenen Vorsitzenden des Hochschulausschusses im Bayerischen Landtag Bernd Sibler gewandt, übte Schmidt deutliche Kritik an den jüngsten Sparideen der bayerischen Staatsregierung: „Anstatt zu überlegen, wie man Lehrer billiger macht, sollte die Politik mit uns gemeinsam darüber nachdenken, wie man sie besser macht! Mit Ihren Ausführungen zum Sinn des Staatsexamens haben Sie heute dafür ein gutes Beispiel gegeben – Ich hoffe, dass es positiv abfärbt!“
